TIDORFOLON® Lager

Das Lager eines Analoglaufwerks sollte völlig spielfrei sein und möglichst keine Reibung haben. Da jedoch eine geringeres Spiel im Lager die Reibung erhöht, merken Sie schon, dass hier zwei gegensätzliche Bedingungen erfüllt werden müssen. Zumindest eine deutliche Minderung beider Aspekte -Spiel und Reibung- erreichten wir durch die Entwicklung des Tidorfolon Lagers.

Was ist das besondere an einem Tidorfolon Lager gegenüber anderen Lagern, die in Analoglaufwerken verwendet werden?

Hierzu müssen wir kurz auf die gängigen Lagerbauweisen in Laufwerken eingehen. Normalerweise wird ein Schaft aus Messing oder Bronze verwendet, in dem die Achse läuft (Bild 1). Die Achsenspitze - meistens eine Kugel oder Verrundung dreht sich auf dem Lagergrund aus einem harten Material. Damit die Kugel, die aufgrund ihrer nur punktförmigen Auflage mit extrem hohem Druck auf die Lagergrundplatte drückt, nicht festläuft, muss man Öl hinzugeben. Das Öl wird allerdings bei höheren Tellergewichten unter der Kugel weggedrückt und kann somit seiner Schmierwirkung nicht mehr nachkommen. Folge: Verschleiß entsteht. Dies haben Untersuchungen ergeben.
Ein weiteres Problem ist die Schmierwirkung an den Buchsenwänden. Das Öl läuft aufgrund der Schwerkraft an den Wänden herunter und bleibt am Lagerboden liegen. Die Schmierwirkung an den Wänden nimmt nach kurzer Zeit stark ab. Weiterhin hat Öl die Eigenschaft zu verharzen und seine Viskosität im Laufe der Jahre zu verändern. All diese geschilderten Probleme zeigen, dass dies keine Lösung sein kann, die auf Jahre hinweg eine gleichbleibende Funktion sichert. Auch hier entsteht mit der Zeit durch fehlende Schmierung Verschleiß, Reibung und Riefenbildung in der Buchsenoberfläche. Die Probleme werden immer größer, je schwerer der Teller wird. Auf einen schweren Teller sollte man aber aufgrund der Verbesserung der Gleichlaufschwankungen nicht verzichten.

Um eine ausreichende Führung der Achse zu gewährleisten, muss die Lagerbuchse eine entsprechende Länge haben, um das Taumeln des Tellers zu verhindern. Gleichzeitig sollte die Achse eine entsprechende Dicke haben, um auch hier für die nötige Stabilität zu sorgen. Die hat aber den Nachteil, das die Oberfläche der Achse und somit die Reibung am Buchsenrand stark zunimmt (man braucht mehr Schmierung, die man aber nicht erhält -siehe oben). Viele Hersteller lösen dies durch dünnere Achsen auf Kosten der STABILITÄT.

Wie löst ein Tidorfolon Lager die oben genannten Probleme?

Als erstes haben wir uns Gedanken zu der Führungsbuchse gemacht und uns überlegt warum sie eine gewisse Länge haben muss. Diese Länge braucht man, um Taumelneigungen des Tellers zuverlässig zu verhindern.

Da allerdings nur der obere und der untere Randbereich der Buchse diese Funktion übernimmt, kann man die Mitte herauslösen und hat somit wesentlich weniger Reibung an der Achse.

Das Schmierproblem lösen wir durch Verwendung eines sog. Sinterlagerstoffs. Dies ist ein poröses Bronzegemisch, das durch Erhitzen in einem Spezialölbad und anschließende Abkühlung über 2 Tage das Öl in sich aufsaugt und somit immer an seiner Innenseite einen leichten Schmierfilm bildet, der nie nach unten ablaufen kann wie in herkömmlichen Lager. Die Folgen sind: Kaum Reibung, kein Verschleiß, wartungsfrei und langzeitstabil. Somit hat das Tidorfolon Lager keines der zwei wesentlichen Probleme herkömmlicher Lagerkonstruktionen.

Das schwierigste Problem ist die Lauffläche der Kugel auf dem Lagergrund. Kugeln auf Hartmetall (Bild) drücken das Öl weg und laufen dann "trocken" d.h. mit Verschleiß, Reibung und Materialabtrag. Da beide Materialien hart sind und keines nachgibt, erfolgt ein Abrieb der Teile.

Lagergrund mit Öl zur Kugelschmierung.
Das Öl erreicht den Kugeluntergrund nicht.

In einem Tidorfolon Lager läuft die Kugel auf einem Komposite Material. Es besteht aus Vanadium, Titan, Bronze, Teflon und einem Kunststoff zur Bindung und Einlagerung von Schmierstoffen. Die Metallanteile sorgen für die nötige Härte und der Kunststoff garantiert Selbstschmierung durch eingeschlossene Schmierstoffe.

Ein weiches Lager läuft sich ein - werden Sie jetzt sagen. Zurecht, denn Lagergründe aus z.B. Teflon, die als selbstschmierend bekannt -und auch leicht erhältlich sind, versagen unter dem großen Druck der Kugel. Sie bekommen eine immer tiefer gehende Mulde, in der die Kugel läuft. Dies führt zu erhöhter Reibung und Rumpeln. Leider versuchen viele Hersteller, das Teflon als Allheilmittel für diese Problematik einzusetzen und übersehen dabei, dass Teflon für den hohen Druck von schweren Tellern nicht geeignet ist. Nach kurzer Zeit ist dieses Lagergrundmaterial defekt. Tidorfolon hingegen hat durch die Zusätze von Titan und Vanadium die nötige Härte und gleichzeitig die Eigenschaft, selbstschmierend zu sein. In Verbindung mit den selbstschmierenden Lagerbuchsen bekommen Sie ein High-Tech Lager, das keinerlei Wartung benötigt und seine Eigenschaften über sehr lange Zeit behält. Deshalb geben wir Ihnen 10 Jahre Garantie auf alle Tidorfolon Lager. Vergleichen Sie hier auch gerne mit der Konkurrenz ob Sie jemand finden, der 10 Jahre Garantie auf ein Tellerlager eines 11 kg Plattentellers gibt. Ein weiteres wichtiges Merkmal sind die von uns eingesetzten rollierten Lagerbuchsen. Wir haben dieses Fertigungs-verfahren als erster deutscher Hersteller für Lagerbuchsen in Laufwerken eingesetzt und hierdurch einen Standard gesetzt, der mittlerweile gerne kopiert wird.

Rollieren der Lagerbuchsen

1. Einführung
Der kontinuierliche Wille zur Innovation und Verbesserung versetzte uns in die Position als erster deutscher High-End Anbieter rollierte Lager in Analoglaufwerken anzubieten. Seit Februar 98 sind alle unsere Tidorfolon Lager mit rollierten Laufbuchsen versehen.

2. Was heißt Rollieren?
Rollieren ist ein Verfahren zur Feinstbearbearbeitung metallischer Oberflächen, das die Randschicht des Bauteils umformt. Es ist das einzige spanlose Feinstbearbeitungs-verfahren.

Das Bild links zeigt den Rolliervorgang an der Wirkstelle zwischen Werkstück und Rollierrolle.

Eine oder mehrere Rollen werden mit einer etwa senkrecht zur Lauffläche gerichteten Kraft (Rollierkraft) beaufschlagt. Hierdurch wird in den Spitzen der Lauffläche eine hohe Druckspannung erzeugt, die zur Umformung der Randschicht führt. Dabei wird das Werkstoffvolumen der Berge des Oberflächenprofils radial nach außen (in die Tiefe der Randschicht) verdrängt. Der Werkstoff fließt von den Bereichen hoher Druckspannungen (Berge) in die Zonen geringerer Spannungen und füllt dabei die Täler von unten auf. Die Folge ist eine plattgewalzte Oberfläche mit fast keiner Unebenheit mehr. Die Buchsen sind durch diesen Vorgang auch perfekt rund, völlig ohne Verzug. Daraus ergeben sich hohe Traglastanteile der Oberflächen und lange Lebensdauer bei perfektem Gleichlauf.

Bestehen Sie beim Laufwerkskauf auf ein Tidorfolon Lager. Es lohnt sich!